© Reifmüller Franz

NATIONALPARKGEMEINDE HOLLERSBACH

Gemeinde Hollersbach Home

Pinzgauer Lokalbahn

www.pinzgauer-lokalbahn.info

Die Pinzgauer Lokalbahn (früher Pinzgaubahn, auch Krimmler Bahn) ist eine Schmalspurbahn mit einer Spurweite von 760 mm (Bosnische Spurweite) im österreichischen Bundesland Salzburg. Die seit 1. Juli 2008 im Eigentum des Landes Salzburg stehende ehemalige ÖBB-Strecke wird von der Salzburger Lokalbahn (SLB) betrieben und verläuft mit knapp 53 Kilometer Länge im Tal der Salzach zwischen Zell am See und Wald im Pinzgau durch die Hochgebirgsregion des Salzburger Pinzgaus. Der Abschnitt zwischen Mittersill und Wald war wegen einer starken Beschädigung durch Hochwasser seit dem Jahr 2005 unbefahrbar und wurde in zwei Etappen wieder aufgebaut. Die komplette Strecke wurde am 11. September 2010 wieder eröffnet.

Personenverkehr

Im Personenverkehr war von Anfang an ein hohes touristisches Fahrgastaufkommen zu verzeichnen, zu dem die Attraktion der Krimmler Wasserfälle nicht unwesentlich beitrug. Auch heute ist der Tourismus neben Pendlern und Schülern ein wesentliches Standbein der Bahnlinie. Neben Besuchern des Nationalparks Hohe Tauern nutzen viele Radfahrer die Möglichkeit der Anreise per Bahn um auf dem Tauernradweg zu verkehren.

Ab 14. Dezember 2008, konnte der Stadtverkehr Zell am See, bereits unter dem neuen Betreiber, mit einem alternierenden Takt bis Fürth-Kaprun verlängert werden. Die nach ursprünglichen Plänen aufzulassende Haltestelle Zellermoos blieb in Betrieb.

Die Symmetrieminute der Pinzgaubahn stimmte bis 2008 exakt mit der in Mitteleuropa üblichen überein, wodurch in Zell am See in beiden Richtungen gute Anschlüsse bestanden. Seit 14. Dezember 2008 liegt die Symmetriezeit etwa zwei Minuten später, wodurch die Anschlüsse in Zell am See, beispielsweise nach Saalfelden, knapper wurden. Diesbezügliche Anpassungen der Fahrpläne wurden jedoch wieder vorgenommen.

Fahrgastzahlen

2009 (im ersten vollen Jahr unter neuer Betriebsführung) benützten 440.000 Personen die Pinzgauer Lokalbahn. 2010 sollen es laut Gunter Mackinger 600.000 sein,[18] erwartet werden für den Oberpinzgau 620.000 Fahrtkilometer Schiene und 420.000 Bus jährlich.[19] Im fünften Jahr unter neuer Betriebsführung sollen eine Million Fahrgäste die PLB benützen.

Güterverkehr

Da Interesse eines lokalen Industriebetriebs bestand, wurde die Wiederaufnahme des Güterverkehrs, der von den ÖBB 1998 eingestellt wurde, durch die Salzburger Lokalbahn beschlossen und der Betrieb am 24. November 2008 offiziell wieder aufgenommen.[20] Auch holzverarbeitende Betriebe nutzen inzwischen wieder den Bahntransport.

Bahnhöfe und Haltestellen

Die Bahnhofs- und Stationsgebäude der Pinzgauer Lokalbahn waren einheitlich in einer Standardbauweise errichtet, die ab dem späten 19. Jahrhundert auf nahezu allen Lokalbahnen der Donaumonarchie zur Ausführung gelangte. Unbesetzte Haltestellen bestanden meist nur aus einem einfachen aufgeschütteten kurzen Bahnsteig und einer Haltestellentafel. Mit den Sanierungsmaßnahmen der ÖBB in den 1980er-Jahren wurden die Haltestellen mit einheitlichen hölzernen Wartehäuschen im ländlichen Stil ausgestattet.

Das Bahnhofsgebäude von Mittersill wurde von der neuen Betreiberin 2009 umfassend renoviert. Es präsentiert sich seither als Kundendienstzentrum mit angeschlossenem Souvenirverkauf.[21] Der Mittersiller Bahnhof ist inzwischen auch der einzige, der mit kundendienstlichem Personal besetzt ist.

Der Bahnhof Fürth-Kaprun und die Station Dorf Passthurn wurden zu Kreuzungsbahnhöfen ausgebaut, dafür aber der Bahnhof Mühlbach zum eingleisigen Haltepunkt rückgebaut. Das Stuhlfeldener Bahnhofsgebäude wurde abgerissen, das Uttendorfer Bahnhofsgebäude jedoch wurde renoviert und ähnlich wie jenes in Mittersill gestaltet.

Auf der wiederaufgebauten Strecke zwischen Mittersill und Bramberg wurde die Haltestelle Hollersbach Panoramabahn neu errichtet. Sie wird in der Wintersaison von vielen Skifahrern benützt, die mit der Pinzgauer Lokalbahn ins Skigebiet anreisen.

Im Zuge des Wiederaufbaus zwischen Bramberg und Krimml wurde weiters das Bahnhofsgebäude von Wald abgerissen und der Bahnhof Krimml saniert. Weiters wurde in Neukirchen, wo die Trasse verlegt wurde, ein neuer Bahnhof gebaut. Das alte Bahnhofsgebäude von Neukirchen bleibt als privates Wohnhaus erhalten.

Einige Haltestellenhäuschen wurden im neuen rubinroten Farbkonzept renoviert. Alle Haltestellen und Bahnhöfe sind mit Lichtsignalanlagen ausgestattet, mit denen die Fahrgäste ein Anhalten des Zuges zum Zusteigen signalisieren können. Alle bisher umgebauten Haltestellen bekamen neue moderne Rand- beziehungsweise Mittelbahnsteige.
Panoramabahn Kitzbühler Alpen

Panoramabahn Kitzbühler Alpen

170 km Pisten und zahlreiche Off-Piste-Strecken. Mehr Informationen »
Hollersbachtal

Hollersbachtal

Das 18 km lange Tal Hollersbach im Oberpinzgau. Mehr Informationen »
Erlebenswertes in Hollersbach


Kräutergarten & Bienenlehrpfad
Mehr Informationen »

Klausnerhaus
Mehr Informationen »

Freizeitanlage Holl-Idee
Mehr Informationen »

Kunsthalle & Kramerstall
Mehr Informationen »
Mittersill Plus
Nationalpark Hohe Tauern